Unsere Geschichte

Von der Trachtenfabrik zur Stiftung
In den 1930er-Jahren gründeten Michael Unholzer, seine Frau Anna und ihre Schwester Babette Rup die Trachtenfabrik Michael Unholzer. Anfangs fertigten sie handgenähte Trachtenhosenträger in ihrer Wohnung im Münchener Stadtteil Moosach. Hier kaufte Unholzer 1936 ein Grundstück an der Feldmochinger Straße und baute eine Produktionsstätte, in der bald Trachtenjacken, -mäntel und -hosen entstanden; während der NS-Zeit produzierte man Soldatenbekleidung.

Nach dem Krieg erlebte die Fabrik einen Aufschwung: Dank guter Nachfrage in den Jahren des „Wirtschaftswunders“ in der frühen Bundesrepublik konnte in moderne Maschinen und neue – liebevoll gestaltete – Gebäude investiert werden.
Nach dem Tod von Michael Unholzer 1959 führte seine Frau Anna die Firma weiter. Später übernahm Peter Schamberger, Ehemann der Stieftochter Eleonora (Lore), die Geschäftsleitung. Die Zeiten für die gefertigten Produkte wurden schwieriger. Die Produktion lief noch bis 1991, dann wurde die Firma schließlich aufgelöst. Mit dem Vermögen – insbesondere den Liegenschaften der Fabrik – gründete Lore Schamberger 2016 die Eleonora-Schamberger Stiftung.

Das ehemalige Fabrikgelände wurde zu einem Ort der Wissenschaft. Die Ludwig-Maximilians-Universität nutzte die Räumlichkeiten für ihr Institut für Römische Provinzial-Archäologie. Nach dessen Umzug in die Maxvorstadt übernahmen Kreative die Fabrikgebäude – u.a. Künstler, Fotografen und Filmemacher. 2020 erwarb ein Schulentwickler das Gelände im Erbbaurecht, um dort eine private Grundschule zu betreiben – eine Nutzung ganz im Sinne von Lore Schamberger. Ihre Berührung mit der Archäologie und ihre sozialen Interessen prägen das Profil der Stiftung bis heute.
Förderfelder
Die Eleonora-Schamberger-Stiftung hat einen klaren Fokus auf zwei große, in der Abgabenordnung definierte Förderfelder: Wissenschaft und Forschung sowie Soziales. Wir fördern ausschließlich Institutionen.
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke.
Wissenschaftliche Projekte
In der Wissenschaft unterstützen wir Projekte auf den Gebieten der Archäologie, insbesondere der Vor- und Frühgeschichte sowie der klassischen und provinzialrömischen Archäologie. Uns geht es darum, historische Erkenntnisse für gegenwärtige Diskurse fruchtbar zu machen. Wichtig sind für uns hohe wissenschaftliche Qualität, Themen mit gesellschaftlicher Relevanz sowie Zugang zu einer breiteren Öffentlichkeit.
Soziale Projekte
Im Sozialen fördern wir Projekte in den Bereichen Erziehung, Bildung, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe. Besonders am Herzen liegt uns die Unterstützung von Minderheiten, deren Anliegen in der Gesellschaft wenig Gehör finden.
Stiftungsorgane
Vorstand
Dr. Regine Kiefer
Vorsitzende des Vorstands
Dr. Reinhard Lutz
Stellvertretener Vorstand
Kuratorium
Sebastian Eder
Vorsitzender des Kuratoriums
Dr. Renate Eikelmann
Ekkehard Quintel