
Das DAI und die Eleonora-Schamberger-Stiftung veranstalten:
Symposium Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of Multiethnicity in Phytagorio, Samos, May 15th/ 16th

Das DAI und die Eleonora-Schamberger-Stiftung veranstalten:
Symposium Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of Multiethnicity in Phytagorio, Samos, May 15th/ 16th

In Zusammenarbeit mit der Professur für Provinzialrömische Archäologie an der LMU in München fördern wir jährlich zwei Deutschlandstipendien in den Bereichen „Vor-und Frühgeschichte“ und „Provinzialrömische Archäologie.“
Die beiden ersten Stipendien wurden im Juli 2025 vergeben, die Kandidatenauswahl erfolgt über den Lehrstuhl.



Die Charles-Lwanga Farm ist ein landwirtschaftliches Projekt in Uganda, im Distrikt Kamukongo, ca. 100 km südlich von Kampala gelegen. Wir unterstützen die Charles-Lwanga-Farm regelmäßig seit 2016. Begonnen hat das Stiftungsprojekt mit der Gründung und dem Bau einer Berufsschule. Die Schüler werden theoretisch und praktisch in Landwirtschaftskunde und Tierhaltung unterrichtet, sodass sie nach Abschluss der Ausbildung ihre eigenen Landparzellen gut bewirtschaften können – oder aber als ausgebildete Mitarbeiter auf anderen Farmen arbeiten können. Das praktische Wissen wird auf der Farm selbst vermittelt. Mittlerweile gibt es eine Hühnerfarm, eine große Tierhaltung, Gemüseanbau und eine Kaffeeröstung, die nach einem genossenschaftlichen Ansatz betrieben wird. Die Ernte sowie Milch und Eier werden in einem Ladengeschäft in einem kleinen Ort in der Nähe verkauft.
Daneben wird mit den Erzeugnissen ein „Armenfonds“ unterhalten, der die Ärmsten der Armen in der unmittelbaren Nachbarschaft und das in der Gemeinde ansässige Waisenhaus versorgt. Die Farm kann betriebswirtschaftlich autark arbeiten, mittlerweile unterstützen wir „nur“ noch neue Projekte, die zusätzlicher Mittel bedürfen.
In 2025 haben die Eleonora-Schamberger-Stiftung den Bau eines Gebäudes für eine Kaffeeröstanlage finanziert. Hier könnnen die Kleinbauern der Umgebung Ihre Ernte rösten. Es gibt Lagerräume, so dass der Verkauf der gerösteten Bohnen an den Verkaufspreis gekoppelt werden kann. Auch hier gilt es, die Marktwirtschaft zu berücksichtigen!


Haus für die Kaffeerösterei







Die Provinzialrömische Archäologie ist eine altertumskundlich-historische Disziplin, die sich mit der Geschichte, der Sachkultur und der Zivilisation der Provinzen des Römischen Reichs, insbesondere derjenigen des lateinischsprachigen Westens – z. B. an Rhein und Donau, weiterhin England, Frankreich, Spanien sowie Nordafrika von Marokko bis Libyen – befasst. Der zeitliche Rahmen wird durch Beginn und Ende der militärischen und zivilen Verwaltung einer Provinz vorgegeben, d. h. von der späten Republik (2. Jahrhundert v. Chr.) bis zum Ende des weströmischen Reichs (476 n. Chr.) bzw. der Zugehörigkeit zum byzantinischen Reich (698 n. Chr.).
Neben den schriftlichen Quellen stehen die materiellen Hinterlassenschaften – von alltäglicher Sachkultur bis zu Bodendenkmälern und Monumenten – im Zentrum des Interesses und der fachspezifischen Methodik. Es ist eine der Aufgaben des Faches, anhand der Denkmäler und der vielfältigen Fund- und Materialgattungen komplexe Fragen zur Okkupation und Provinzialisierung, aber auch zur Akkulturation der einheimischen Bevölkerung und zur Verschmelzung römisch-mediterraner mit autochthoner Kultur zu beantworten. Berücksichtigt werden unterschiedlichste Siedlungsformen, Kleidung und Tracht sowie Kult und Religion. Sowohl militär- und siedlungsgeschichtliche Entwicklungen als auch wirtschafts- und handelsgeschichtliche Strukturen, Produktion und Absatz von Gütern in einzelnen Provinzen oder größeren Regionen lassen sich aufgrund der materiellen Hinterlassenschaften analysieren und differenzierter beurteilen als nur auf der Grundlage schriftlicher Zeugnisse antiker Schriftsteller und Inschriften offiziellen und privaten Charakters.
Die an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) vertretene Provinzialrömische Archäologie wird von der Stiftung vor allem mit ihren Forschungsschwerpunkten in den Alpenprovinzen Raetia und Noricum sowie in Nordafrika (von Tunesien und Libyen bis Oberägypten) gefördert. Als Beispiel sei die Aufarbeitung italischer Feinkeramik (sog. Terra Sigillata) aus den Städten Iuvavum/Salzburg und Cambodunum/Kempten genannt, die wichtige historische und handelsgeschichtliche Ergebnisse zur Gründung dieser Städte und ihrer Versorgung mit Tafelgeschirr aus Italien erzielte. Die Stiftung finanzierte befristete Wissenschaftlerstellen und den Druck der Iuvavum-Untersuchung (2020).
Für den Nordafrika-Schwerpunkt hat die Stiftung den Druck der Habilitationsschrift von Ch. Eger „Spätantikes Kleidungszubehör aus Nordafrika“ (2012) ebenso wie die Untersuchung von M. Mackensen über „Relief- und stempelverzierte nordafrikanische Sigillata des späten 2. bis 6. Jahrhunderts“ (2019) gefördert. Hinzu kommt die dreibändige Publikation von Mackensen über Ausgrabungen und archäologisch-interdisziplinäre Untersuchungen im römischen Kastell Myd(—)/Gheriat el-Garbia am limes Tripolitanus (Libyen) (2021 & 2024), einem LMU excellent – Projekt der Jahre 2008–2010. In diesem Rahmen wurden weitreichende Ergebnisse für das Verständnis der militärisch kontrollierten überregionalen Verkehrswege mit den Handelskarawanen und den jahreszeitlich bedingten Wanderungen der seminomadischen Bevölkerung mit ihren Viehherden in Nordwestlibyen und Südtunesien erzielt. Hier hat die Stiftung nicht nur befristete Wissenschaftlerstellen und aufwendige naturwissenschaftliche Untersuchungen, sondern auch den Druck der abschließenden Publikationen gefördert.
Gefördert werden z. Zt. die Aufarbeitung von spätantiken Sigillata- und Lampentöpfereien in Nord- und Zentraltunesien ebenso wie eine Baukonstruktionslehre zum römischen Gewölbebau mit sog. Wölbröhren in Nordafrika.





Die Eleonora-Schamberger Stiftung hat das Bayrische Nationalmuseum insbesondere mit Druckkosten-Zuschüssen gefördert. Museen tragen Themen in eine breite Öffentlichkeit und entsprechen hierin den Zielen der Eleonora-Schamberger-Stiftung. Über die Jahre hat die Stiftung sehr unterschiedliche Projekte gefördert, exemplarisch z.B. eine Ausstellung über Tafelschiffe, die Elfenbeinsammlung und den Katalog über Bayrisches Haffnergeschirr.



Seit ihrer Gründung (2006) fördert die Eleonora-Schamberger Stiftung die Elisabeth-Saal-Stiftung – eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München, die sich der Förderung des altsprachlichen Unterrichts und der humanistischen Bildung in Bayern widmet. Wichtig ist ihr die sprachliche Kompetenz sowie der allgemeinbildende Wert, der sich aus antiken Texten gewinnen lässt.
Zu den Hauptaktivitäten der Stiftung gehören die Verleihung von Förder- und Anerkennungspreisen und die Durchführung geeigneter Veranstaltungen.

Seit 2024 fördern wir die Camphill Dorfgemeinschaft Lehenhof. Hier leben und arbeiten fast 400 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen. Dabei ist der Lehenhof bestrebt, die Unterschiede zwischen ‘normal’ und ‘nicht normal’ im Zusammenleben zu überwinden. Das äußert sich besonders auch darin, dass Menschen in ihrer Verschiedenheit unter einem Dach wohnen, einer gemeinsamen Arbeit nachgehen und ihr kulturelles Leben zusammen gestalten. Mit seiner Umgebung ist der Lehenhof nachbarschaftlich verbunden und vielfältig vernetzt. Es können Menschen mit Assistenzbedarf nach ihrer Schulzeit bei uns aufgenommen werden. www.lehenhof.de.

